Heimatkreis Schneidemühl

Organisation I Der Heimatkreis
Nach dem Kriege waren die Schneidemühler Einwohner über ganz Deutschland verteilt. Erste lose Kontakte bahnten sich in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München und anderen Städten an. Albert Strey, der 1932 seine zweite Lehrerprüfung abgelegt hatte, unterrichtete danach an Schneidemühler Schulen. Ilm versChlug es nach Schleswig-Holstein, woer 1949 in Kiel eine Lehrerstelle bekam. Die starken Bande zur verlorenen Heimat rissen auch in Kiel bei den Schneidemühlern nicht ab. 1950 fand dort das erste Heimattreffen statt, 1951 wurde eine „Grenzmark-Gruppe“ in Kiel gegründet, und Albert
Strey wurde ihr Leiter.
Auftakt des Heimattreffens 1957 war eine Delegiertenversammlung. Geladene Vertreter von Berufsgruppen, bekannte Persönlicllkeiten aus Schneidemühl und die Vorsitzenden der bereits bestehenden Heimatgruppen in der Bundesrepublik und Westberlin wählten den 73jährigen Lehrer i.R. Bruno Zielke aus Lübeck zum Heimatkreisbearbeiter. Bereits in der vorangegangenen Aufbauphase des Heimatkreises war Zielke diesbezüglich tätig. Seit Pfingsten 1953 vertrat er die Belange der Schneidemühler in der Pommerschen Landsmannschaft. Sein Vertreter wurde Albert Strey aus Kiel.
Bruno Zielke stellte damals fest, daß die Schneidemühler Heimatortskartei bisher 60,3 % der gut SO 000 ehemaligen Einwohner erfaßt, deren Namen auf 19 221 Stammund 1 429 Suchkarten verzeichnet sind.
Auf der Delegiertentagung am 5.9.1959 wurde die Satzung für den Heimatkreis Schneidemühl in der PLM verabschiedet, die in der Heimatkreisausschußsitzung des Heimatkreises Schneidemühl am 24.6.1959 in Cuxhaven aufgestellt worden war. Ebenfalls wurde auf dieser Delegiertentagung Bruno Zielke einstimmig zum Ehrenvorsitzenden und Heimatfreund Albert Strey zu seinem Nachfolger als Vorsitzender gewählt. Er wurde nach Ablauf der 4jährigen Amtsperiode ständig wiedergewählt und übte dieses Ehrenamt bis zu seinem Tode im Jahre 1986 aus.
Bei der Tagung des Vereins „Schneidemühler Heimathaus“ in Cuxhaven am 31. August 1968 wurde die Satzung des Vereins geändert, gleichzeitig wurden die Heimatkreisordnung für die Stadt Schneidemühl und eine Wahlordnung für den Heimatkreis verabschiedet.
1972 erhielt Albert Strey die Schneidemühler Ehrennadel in Gold mit Brillanten.
Auch 1973 blieb die Verantwortung für den Heimatkreis Schneidemühl in gleichen Händen. Im Juni 1979 überreichte Cuxhavens Oberstadtdirektor Eilers dem Leiter unseres Heimatkreises, Albert Strey, das Bundesverdienstkreuz.

In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 30.8.1985 wurde zugunsten des Vereins „Heimatkreis Schneidemühl“ die Auflösung des Vereins „Schneidemühler Heimathaus Cuxhaven e. V.“ einstimmig beschlossen und die Löschung im Vereinsregister beantragt. Wegen der angeschlagenen Gesundheit des 1. Vorsitzenden Albert Strey übernahm der Heinz Loriadis die Weiterführung der Heimatkreiskartei Schneidemühl.

Im gleichen Jahr erhält Albert Strey in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Entwicklung der Patenschaft CuXhaven für die Stadt Schneidemühl den „Ehren· ring der Stadt Cuxhaven“.

Am 14. Februar 1986 starb Albert Strey, auf dem Friedhof in Schönkirchen fand er am 22.2.1986 seine letzte Ruhe.

Bis zur Mitgliederversammlung übernahm Georg Draheim aus Hamburg den Vorsitz im Heimatkreis Schneidemühl.

Während des 30jährigen Patenschaftsjubiläums in der Patenstadt Cuxhaven wurde

am 28. August 1987 in der Delegiertenversammlung Frau Magdalena Spengler

zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie versprach, all ihre Kraft für den Fortbestand

des Heimatkreises zu geben. Verantwortlich für den Kontakt zum „Heimatbriet“

wurde Eleonore Bukow.

Während des 19. Patenschafts- und Bundestreffens 1991 in Cuxhaven wurde satzungsgemäß

ein neuer Vorstand gewählt. Den Vorsitz behielt Magdalena Spengler.

Als Nachfolger des verstorbenen Stellvertreters Alois Lemke wurde Wilfried

Dallmann gewählt. Neu in den Vorstand kam aus Stavenhagen/Mecklbg. Erika

Schulz.

Den veränderten Verhältnissen mußte auch die Satzung des „Schneidemühler Hei1111lfkreises

e. V.“ angepaßt werden, sie wurde im „Heimatbrief August 1994 „veröffentli~