{"id":4397,"date":"2025-10-26T10:22:27","date_gmt":"2025-10-26T10:22:27","guid":{"rendered":"http:\/\/schneidemuehl.net\/?p=4397"},"modified":"2026-03-06T21:37:33","modified_gmt":"2026-03-06T21:37:33","slug":"wo-kommt-denn-eigentlich-mein-opa-her-wallfahrt-2025-aus-sicht-einer-18-jaehrigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schneidemuehl.net\/index.php\/2025\/10\/26\/wo-kommt-denn-eigentlich-mein-opa-her-wallfahrt-2025-aus-sicht-einer-18-jaehrigen\/","title":{"rendered":"\u201eWo kommt denn eigentlich mein Opa her?\u201d Wallfahrt 2025 aus Sicht einer 18-J\u00e4hrigen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-x-small-font-size\">von Isabell Friske<\/p>\n\n\n\n<p>Oft schauen mein Opa (Ulrich, 89 Jahre) und ich uns alte Fotos an. Fotos von mir, meiner Mama,<br>meinen Gro\u00dfeltern und auch von der Heimat meines Opas Schrotz. Mein Opa f\u00e4hrt schon viele<br>Jahre mit der Wallfahrt nach Polen. Da der Wunsch immer mehr wuchs, die Heimat meines<br>Opas mit eigenen Augen zu sehen, entschloss ich mich, dieses Jahr mitzufahren.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Fr\u00fch morgens ging es los und wir fuhren mit den Reisebus 12 \u00bd Stunden nach Pi\u0142a, wo sich<br>unser Hotel befand. W\u00e4hrend der Fahrt hatte ich gemischte Gef\u00fchle. Ich fragte mich, ob ich<br>mich mit den anderen Teilnehmern verstehen w\u00fcrde. Auf der anderen Seite freute ich mich<br>unheimlich auf die Zeit mit meinem Opa und auf seine Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Nachdem wir ankamen und zu Abend gegessen haben gab es eine Vorstellungsrunde, in<br>welcher viele Geschichten \u00fcber die Erlebnisse im Krieg erz\u00e4hlt worden sind. Die Geschichten<br>ber\u00fchrten mich tief, weshalb wir noch einen Spaziergang am Hotel angrenzenden Fluss<br>machten und \u00fcber die kommende Woche sprachen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der Montag begann mit einem gemeinsamen Spaziergang durch Pi\u0142a und besuchten<br>Nachmittags die deutsch-kulturelle Gesellschaft, von welcher wir herzlich mit Kaffee und<br>Kuchen empfangen wurden. Der Tag war gepr\u00e4gt von vielen netten Menschen und sch\u00f6nen<br>Gespr\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Am Dienstag ging es mit dem Bus nach Schlochau, wo wir uns gemeinsam eine Burg und die<br>Innenstadt ansahen. Begleitet wurden wir von Rony und Andrzej (von der deutsch-kulturellen<br>Gesellschaft) die uns viel \u00fcber die auf dem Weg liegenden Orte und Schlochau erz\u00e4hlten und<br>uns auch in den folgenden Tagen nach Schrotz und Rokitten begleiteten. Im Anschluss folgte<br>eine Stadtrundfahrt durch Pi\u0142a.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Mittwochs ging es dann in die Heimat meines Opas: Schrotz. Auf dem Weg dorthin erz\u00e4hlte<br>mein Opa etwas \u00fcber den Weg und \u00fcber Schrotz. Als wir in Schrotz ankamen sagte mein Opa:<br>\u201eJetzt sind wir in Schrotz. Das ist mein Tag und meine Nacht. \u201c Dieser Satz beschrieb genau die<br>Liebe zu seiner Heimat und wird mir immer in Erinnerung bleiben. In der Kirche von Schrotz gab<br>es einen gemeinsamen Gottesdienst und nachher ein Mittagessen im Pilgerheim. Den Tag \u00fcber<br>erz\u00e4hlte mein Opa mir viele Geschichten \u00fcber Schrotz und seine Kindheit.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Am 4. Tag ging es nach Rokitten, wo wir Freunde meines Opas trafen und an einem<br>gemeinsamen Gottesdienst teilnahmen. Erneut erfuhr ich die Gastfreundschaft der Polen, als<br>die Freunde meines Opas und viel Schokolade und polnischen Honig schenkten.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der letzte Tag war f\u00fcr jeden der Gruppe frei. Wir fuhren erneut nach Schrotz. Dort besuchten wir<br>das Elternhaus meines Opas, den Friedhof und liefen seinen Schulweg bis hin zu dem<br>au\u00dferhalb liegenden Hof, auf welche, mein Opa geboren wurde. Leider steht von dem Hof nur<br>noch ein Haus, welches mein Opa kennt. Trotzdem bedeutete es mir viel, dass mein Opa mir<br>erkl\u00e4rte, wo fr\u00fcher alles stand und was er erlebte. Anschlie\u00dfend besuchten wir eine Freundin<br>(Annelise) in deutsch Krone. Annelise hatte Kaffee und Kuchen f\u00fcr uns vorbereitet. Gunter (ein<br>weiterer Freund meines Opas) brachte uns schlie\u00dflich zur\u00fcck zum Hotel. Am Abend machten<br>wir einen letzten Spaziergang, bevor wir am Samstag fr\u00fch wieder nach Hause fuhren.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Nicht nur hatte diese Fahrt mir die Heimat meines Opas und somit einen Teil von ihm gezeigt,<br>auch zeigte sie mir, was Liebe zur Heimat wirklich bedeutet. Alle Teilnehmer hatten eines<br>gemeinsam: Sie fuhren aus Liebe nach Polen. Und sie halten zusammen. Sie erlebten<br>schreckliche Dinge, \u00fcberstanden diese und wurden zu wunderbaren, offenen Menschen, die<br>ihrer Heimat stets treu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Vom ersten Abend an habe ich mich sehr wohl in der Gruppe gef\u00fchlt. Es war, als w\u00fcrde man<br>sich schon seit Jahren kennen. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war diese Fahrt eine sehr wertvolle<br>Erfahrung, die gepr\u00e4gt ist von vielen netten Menschen bis hin zum N\u00e4herkommen meines Opas<br>und meiner Vorfahren. Auch lernte ich, dass die Polen besonders gastfreundlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Danke an alle die mir dies erm\u00f6glicht haben!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-a40f4ef1362fe3837454a48b63c9ff9d\" style=\"color:#b50b33\">Sie haben auch 2026 die M\u00f6glichkeit, an einer Fahrt teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-808ac1506968a68345248bbf9e42ec3f\" style=\"color:#b50b33\">Die gemeinsame&nbsp;<strong>Fahrt nach Schneidem\u00fchl ist vom 7. \u2013 13. Juni 2026 geplant.&nbsp;<\/strong>Anmeldungen daf\u00fcr nehmen wir ab sofort gern entgegen! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Isabell Friske Oft schauen mein Opa (Ulrich, 89 Jahre) und ich uns alte Fotos an. Fotos von mir, meiner Mama,meinen Gro\u00dfeltern und auch von der Heimat meines Opas Schrotz. Mein Opa f\u00e4hrt schon vieleJahre mit der Wallfahrt nach Polen. 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